SUDECK
Finden Sie Ihre Schmerzdiagnose selbst
Wer zahlt denn eine
erforderliche, stationäre Rehabilitationsbehandlung
in Deutschland?
(Originaltext der Bundesregierung): "Die Krankenversicherung finanziert
Rehabilitationsleistungen, wenn diese erforderlich sind, um eine Kran
kheit zu erkennen,
zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Beschwerden zu lindern,
sofern die Erwerbsfähigkeit nicht erheblich gefährdet oder gemindert ist.
Sie ist auch zuständig, wenn es darum geht, einer drohenden Behinderung oder
Pflegebedürftigkeit vorzubeugen".
Hinzu kommt seit
dem 1.4.2007, daß alle gesetzlich versicherte Personen einen Rechtsanspruch
auf eine Rehabilitation haben und sich ihre Rehabilitationseinrichtung jetzt
sogar selbst aussuchen können.
Die Rentenversicherungen sind demnach nur dann zuständig, wenn die
"Behandlungen der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit bzw.
Wiedereingliederung ins Berufsleben dienen". Wenn also Ihre
Rentenversicherung in diesem Sinne laut Bescheid keinen Handlungsbedarf
sieht, dann ist Ihre Krankenkasse für die Kostenübernahme der stationären
Rehabilitation zuständig. -
Quellen:
Web-Seite der
Bundesregierung und
Brief
des Bundesgesundheitsministeriums an die Sozialministerien der Länder als
Aufsichtsbehörde der gesetzlichen Krankenkassen.
Mittlerweile kann sich jede EU-Bürger auch auch in einem anderen EU-Land behandeln lassen, auch stationär. Die zuständige Krankenkasse stellt dafür den sog. E-112-Schein aus.
Der Begriff "Sudeck" ist eine gebräuchliche Abkürzung für den Mor bus Sudeck. Weitere Synonyme (= weitere Bezeichnungen für die gleiche Kran kheit) für einen Sudeck:
Die Kran kheit Sudeck wurde nach dem Hamburger Chirurgen Paul Sudeck (1866-1945) benannt, der sie um 1900 erstmalig beschrieben hat.
Zu einem Sudeck
kann es nach jeder, auch geringer
Arm- oder
Bein
verletzung kommen, häufiger auch nach Operationen, selten sogar spontan
(= von alleine,
ohne erkennbare Ursache). Die
Pathogenese (=
Kran
kheitsentwicklung)
ist unbekannt.
Die Patienten klagen über einen diffusen, heftigen
Brennschmerz,
ähnlich wie bei einer
Kausalgie
(=
Schmerzen nach
Nervenverletzung).
Häufig besteht eine
Hyperästhesie
(= gesteigerte
Empfindlichkeit) bis hin zu
Allodynie (=
Berührungsschmerzen
schon bei leichter, normalerweise nicht schmerzhafter
Berührung).
Aufgrund einer Zirkulationsstörung
sind die betroffenen Partien meist bläulich livide verfärbt und ödematös
(= aufgequollen)
verändert. Häufig bemerken die Patienten eine erhöhte Schweißneigung im
betroffenen Körperbereich. Beteiligte
Gelenk
e versteifen häufiger und führen so zu einer körperlichen Behinderung.
Die Art der Gewebsveränderung läßt bei dieser Erkran
kung an eine lokal begrenzte vegetative Entgleisung denken (Debrunner
1988).
Besonders gravierend ist ein Sudeck
im Bereich der
Hand, weil er
dort häufig zur Invalidität bzw. zu einer Behinderung führt.
Im Bereich der unteren
Extremität
(=
Bein) tritt ein Sudeck
bevorzugt im Bereich des
Fuß
es auf, seltener
Hüfte oder
Knie
.
Der Sudeck läuft (meist) in drei Stadien ab.
Akutes Stadium
Im Vordergrund stehen
Schmerzen,
auch in Ruhe, Schwellung infolge eines Ödems
(= krankhafte Flüssigkeitsansammlung)
und hochgradige Funktionseinschränkung. Die Haut ist rötlich/bläulich
verfärbt und teigig verändert sowie überwärmt.
Dystrophisches
(= durch Mangel- oder Fehlernährung bedingte Störungen und Veränderungen
einzelner Körperteile betreffendes)
Stadium
Das Gewebe at
rophiert
(= schwindet, bildet sich zurück)
und die Schwellung geht zurück.
Schmerzen
lassen nach und die Temperatur im betroffenen Körperbereich ist
herabgesetzt.
Stadium der At
rophie
Knochen und
Weichteile
sind at
rophiert (=
haben sich zurückgebildet),
auch die Mus
keln, beteiligte Gelenkkapseln
sind geschrumpft. Es besteht eine deutliche
Bewegung
seinschränkung. Die Haut ist dünn, blaß, beteiligte
Knochen
sind entkalkt (Röntgenbild!).
Wie wird die Diagnose eines Sudeck gestellt?
Typische Vorgeschichte ((meist (aber nicht zwingend) nach einer Verletzung oder auch nach einer Operation))
Körperliche Untersuchung - Inspektion (= Betrachtung des Patienten zur Feststellung des körperlichen Zustandes und eventueller krankhafter äußerer Veränderungen) und Palpation (= Tastuntersuchung der Körperoberfläche zur Beurteilung von Konsistenz, Elastizität, Beweglichkeit, Schmerzempfindlichkeit usw.)
Bereits im Frühstadium kann eine Skelettszintigraphie einen Hinweis auf diese Er krankung geben.
Röntgenuntersuchung - Auf dem Röntgenbild sieht man eine typische, fleckige, diffuse Knochenentkalkung ähnlich wie bei der Osteoporose (= Systemerk rankung des Skeletts mit Verminderung der Knochen masse). Nahezu zwingend ist der direkte Vergleich (gleicher Strahlengang) mit der gesunden Seite.
Lokale (= örtliche) Temperaturmessung - 2 und mehr Grad Celsius Temperaturdifferenz gegenüber der gesunden Seite
|
Behandlung des Sudeck:
1) Systemisch (= den Gesamtorganismus betreffende) medikamentöse Behandlung:
Im akuten Stadium
ist Kortison hilfreich, so. z.B. Metylprednisolon über 4-5 Tage
80 mg, dann über 2 Wochen wieder ausschleichen. Zuvor muß allerdings
eine "echte"
En
tzündung
ausgeschlossen werden.
Trizyklische
Antidepressiva
(= Mittel gegen die Depression, u.a. aber auch
beim Sudeck hilfreich). Ganz wichtig
ist, daß der Patient über eine solche Verordnung aufgeklärt werden
muß, denn damit soll primär nicht seine Psyche behandelt
werden, sondern diese Medikamente wirken auch schmerzlindernd, in dem
sie den Serotonin (= ein Gewebshormon)/
Noradrenalin (= Hormon des Nebennierenmarks)
Re-uptake (=
Wiederaufnahme) hemmen und somit der
Schmerz entstehung
entgegenwirken und auch zu einer
Schmerzdistanzierung
führen.
Empfehlung: Amitriptylinund Clomipramin, bis zu 150
mg/Tag.
Der
Sudeck spricht häufig
auf Antiepileptika (=
Mittel gegen die Fallsucht, u.a. aber auch bei Sudeck hilfreich)
an (Tremount-Lukats et
al. 2000). Als wichtigste Medikamente aus dieser Gruppe gelten heute
Gabapentin und Pregabalin.
Die Aufdosierung kann relativ rasch erfolgen, je nach Toleranz).
Die generelle
Empfehlung direkter
Schmerzmittel
ist schwierig, da die Ansprechbarkeit sehr individuell ist. Es sollte
deshalb zuvor eine
Analgetika
austestung erfolgen. Meist kommt man aber um die Verordnung
zentral (= im Gehirn / Rückenmark)
wirkender Analgetika
(=
Schmerzmittel)
nicht herum.
Auch die Gabe von
Calcitonin
(= ein Gewebshormon)
soll bei
Sudeck
günstig sein, die Studienlage hierzu ist aber nicht eindeutig und uns
hat die Wirkung nicht überzeugen können.
Schließlich wäre noch Phenoxybenzamin zu nennen (Thoden 1987), wir haben aber bisher noch keinen eindeutigen positiven Effekt gesehen, dafür aber nicht unerhebliche Nebenwirkungen.
In der Literatur wird darüber hinaus die
Gabe von Bisphosphonaten empfohlen (Varenna M, et al 2000).
Medikamente aus dieser Gruppe werden u.a. auch zur Behandlung der
Osteoporose
verwendet. Aber: Die amerikanische Arzneimittelagentur FDA erinnert
in einem Warnhinweis Ärzte daran, dass es unter der Therapie mit
Bisphosphonaten zu schweren Schmerzen im Bewegungsapparat kommen kann. Die
europäische Arzneimittelagentur EMEA überarbeitet derzeit die
Sicherheitshinweise einmal zu den kardiovaskulären Risiken von
Bisphosphonaten und dann zur Gefahr von Kiefernekrosen.
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/newsdruck.asp?id=30986(Jan.
2008)
Bereits 2004 wurde die Wirkung von Bisphosphonate bei C
RPS I untersucht (Ruhr-Universität Bochum): Es zeigte sich weder eine
Reduktion des Dauerschmerzes noch eine Verminderung der Schmerzattacken
hinsichtlich Anzahl, Dauer und Intensität...... Die Schmerzreduktionen durch
Bisphosphonate bei C
RPS I-Patienten in anderen Studien könnten durch die im Frühstadium der
Erkran
kung wahrscheinlich häufig auftretenden Spontanremissionen zurückzuführen
sein.
http://deposit.ddb.de/cgi-bin/dokserv?idn=974924059&dok_var=d1&dok_ext=pdf&filename=974924059.pdf
2) Lokale (= örtliche) medikamentöse Therapie bei Sudeck:
Fettige DMSO (Dimethylsulfoxid) -Creme, 4 mal /Tag aufgetragen (Zuurmond WW, 1996).
3) Therapeutische Lokalanästhesie
Die
konsequente Anwendung der therapeutischen
Lokalanästhesie
(= Behandlung mit einem örtlichen
Betäubungsmittel) führt beim
Sudeck zu beachtlichen Erfolgen.
Für den Bereich der
Arme hat sich
die
Blockade
(= Betäubung)
des
Ganglion stellatum
(= eine vegetative Schaltstelle im seitlichen Halsbereich)
bewährt, optimal in
kontinuierlicher Form mit Katheter*.Die
Stellatumblockade
kann auch als
GLOA
(=
ganglionäre
Opioidanalgesie)
durchgeführt werden, Nachteil dieser Methode ist aber, daß kaum ein
durchblutungsfördernder Effekt eintritt.
Auch die
kontinuierliche Blockade des Plexus brachialis mit Katheter** ist
sehr hilfreich (und auch risikoärmer als Stellatumblockaden), zumal das
Nerven
geflecht des
Arm
es reich an vegetativen Fasern ist, so daß es neben der erwünschten
Hemmung der Nozizeption
(= Schmerzreizleitung) auch zu
einer Steigerung der Durchblutung kommt und somit die gestörte
Mikrozirkulation im Schmerzbereich optimiert wird.
Im Bereich der Beine (einschließlich Hüfte) kommen bei dieser Er krankung ebenso kontinuierliche Blockadetechniken** zur Anwendung:
Hüfte: Kontinuierliche Blockade des P lexus lumbal is mittels N. femoralis Katheter**
Oberschenkel,
Knie
Unterschenkel (hinten und außen) sowie Fuß: Kontinuierliche Blockade des N. ischiadicus**
Auch die Ner ven femoral
is und ischiad
icus führen vegetative Fasern, so daß
die erwünschte
Sympathikolyse
(= gefäßerweiternde und
damit durchblutungssteigernde Wirkung)
ebenfalls eintritt.
Als nächst höhere Therapiestufe bietet sich dann die kontinuierliche peri(epi)durale
(=
rückenmarknahe) Blockade
mit Katheter* an.
Der Sudeck erfordert eine längerfristige
Blockadebehandlung (mindestens 2 bis 3 Wochen).
Daß serielle bzw. kontinuierliche Nervenblockaden bei dieser Kran kheit sehr hilfreich sind, ist auch schon seit längerem in der Fachliteratur gut dokumentiert. Z.B. Lehmann, K.A.: postoperative Schmerztherapie, WVGmbH Stuttgart, 485-93 (1993). - Murray, P., Floor, K., Atkinson, R. E.: Continuous axillary brachial plexus blockade for reflex sympathetic dystrophy - Anaesthesia 50 (7), 633-5 (1955). - Ribbers, G. M., Geurts, A. C., Rijken, R. A., Kerkkamp, H. E.: Axillary brachial plexus blockade for the reflex sympathetic dystrophy syndrom, Int. J. Rehabil. Res 20 (4), 371-80 (1977). Auch in den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation sind zur Behandlung beim Komplexen Regionalen Schmerzsyndrom (Sympathische Reflexdystropie) Nervenblockaden aufgeführt - http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll-na/036-006.htm
Begleitend hat sich auch eine Infusionsserie mit Lidocain 2% (= ein mittellang wirkendes, örtliches Betäubungsmittel) als hilfreich erwiesen. Dabei werden unter Pulskontrolle (Monitor) in aufsteigender Dosierung jeweils 50, 100 u. 150 mg gelöst in 200 ml Kochsalz 0,9% mit Hilfe einer Infusionspumpe (z.B. Infusomat) innerhalb eine Stunde verabreicht, wobei sicherheitshalber ein Abstand von 24 Stunden zwischen den einzelnen Infusionen eingehalten werden sollte.
Man kann Lidocain auch serienmäßige mittels intraarterieller Injektionen (= Spritzen in eine Schlagader) in die A. femoralis (= Beinschlagader) oder A. brachialis (= Schlagader des Armes) verabreichen, so z.B. 2-3 mal täglich 1-1,5ml (= 20-30 mg) im Abstand von 8-12 Stunden über 10 Tage. Dabei gelangt das örtliche Betäubungsmittel in die sog. Endstrombahn und führt dort zu der gewünschten Gefäßerweiterung (Sympathi kolyse) bei gleichzeitiger Schmerzlinderung. Selbst wenn die Blutader nicht genau getroffen wird, tritt trotzdem eine gefäßerweiternde Wirkung ein, da um das Blutgefäß herum sympathische (= Teil des unwillkürliche Nervensystem betreffende) Nervenfasern verlaufen. So wird z.B. in der Neuraltherapie aus diesem Grunde bewußt um das Gefäß herum infiltriert.
Manche Autoren
empfehlen sog.
Sympathikusblockaden
mit Guanethidin. Der Wirkstoff findet auch zur Behandlung eines
Bluthochdrucks Verwendung. Der Wirkmechanismus beruht auf der Verminderung
der Freisetzung des Botenstoffs Noradrenalin aus den Endigungen der
Nervenzellen. Vorteil dieser intravenösen
Sympathikusblockade
(= das
Medikament wird in ein zum Herzen zurückführendes Gefäß eingespritzt, wobei
aber z.B. der Arm vorübergehend abgestaut wird)
ist, daß die Wirkung bis zu 72 Stunden
anhalten kann. Nachteil ist das gegenüber den Nervenblockaden deutlich
erhöhte Behandlungsrisiko und die dabei auftretenden Schmerzen.
Eine Wirksamkeit von peripheren intravenösen Guanethidinblockaden ist in
einer Metanalayse allerdings nicht nachgewiesen.
Auch die deutsche Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation
führt zur Behandlung
Nervenblockaden
mit
Betäubungsmittel
auf (http://www.uni-duesseldorf.de/awmf/ll-na/036-006.htm).
4) Andere, zusätzliche Maßnahmen zur Therapie des Sudeck:
Als physikalische Therapiemaßnahme eignet sich bei dieser Erkran kung die Ultraschallbehandlung (Thomalske 1991).
Auch eine Magnetfeldtherapie (pulsierende Signaltherapie) kann sehr hilfreich sein, gleiches gilt für die Hochtontherapie.
Ganz wichtig sind beim Sudeck therapiebegleitend intensive krankengymnastische Übungsbehandlungen (auch Lymph drainagen) und eine funktionelle Ergotherapie. Die krankengymnastische Übungsbehandlungen dürfen aber nicht schmerzhaft sein, weil sich sonst die Blutgefäße zusammenziehen und damit die lokale Stoffwechselstörung begünstigt wird. Optimal ist die Krankengymnastik, wenn durch die eben beschriebene Blockadebehandlung die Schmerz reizleitung weitgehend ausgeschaltet wird.
Hypnoide (= bewußtseinsverändernde) Verfahren wie autogenes Training oder progressive Relaxation nach Jakobson aber auch ein Schmerzbewältigungstraining sind eine sinnvolle Ergänzung der Gesamtstrategie.
Neuerdings führen wir bei einem Sudeck im Bereich der unteren Extremitäten (= Beine) zusätzlich mit gutem Erfolg die SynOpsis Therapie durch. Die Unterschenkel des Pat. befinden sich dabei in einem mit Wasser gefüllten Gefäß. Über einen Computer werden der Flüssigkeit Schallwellen einer bestimmten Frequenz pulssynchron (= in Ahängigkeit vom Pulsschlag) zugeführt. Es handelt sich dabei um ein sog. syncardiales (= im gleichen Rhythmus) Gefäßtraining. Über eine Verbesserung der Durchblutung wird der lokal (= örtlich) gestörte Stoffwechsel optimiert. Mehr über diese Therapie erfahren Sie hier: www.1-avk.de (einfach anklicken).
Besteht ein chronischer Schmerz bei Sudeck längerfristig, so ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen sind rein somatische (= körperliche) Schmerzbehandlungen kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen, hilfreich ist auch ein psychologisches Schmerzbewältigungstraining.
Erläuterungen:
*Bei der sog. kontinuierlichen Blockade eines Nerven mit Katheter wird der
dünne Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den
betroffenen Nerven eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch
eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht
“aufgeschnitten” werden. In der Folge wird über diesen Katheter
mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen
Dosis, das das
Lokalanästhetikum
(=
örtliches
Betäubungsmittel)
völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur
Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch den Katheter
hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Das
örtliche Betäubungsmittel wird bei dieser Behandlung so
dosiert, dass die grobe Kraft erhalten bleibt (bei
gleichzeitiger Hemmung der Schmerzreizleitung), damit begleitend
krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich bleiben. Dass die
schmerzlindernde Wirkung i.d.R. über die eigentliche
Behandlungszeit hinaus anhält, ist u.a. darauf zurückzuführen,
daß bei dieser Blockadebehandlung auch die sog. vegetativen
Nerven betroffen sind, woraus eine sehr deutliche
Durchblutungssteigerung und damit Optimierung des lokalen
(= örtlichen)
Stoffwechsels (besonders wichtig beim Sudeck)
resultiert.
Nach neueren Erkenntnissen vermag diese intensive
Blockadetherapie das sog. Schmerzgedächtnis löschen, auch bei
Schmerzen aufgrund eines Sudeck.
Eine solche intensive Blockadebehandlung ist aber nur in einer
speziellen Klinik (Schmerzkliniken)
durchführbar.
Hier (einfach anklicken) gelangen Sie zur E-Mail einer Patientin, die mit den beschriebenen Methoden behandelt wurde und hier noch der Brief eines Tennisspielers, dessen Sudeck ebenfalls erfolgreich behandelt werden konnte: www.sudeck.at/anhang-5 .
In absehbarer Zeit müssen Krankenhäuser ihre jeweiligen
Fallzahlen veröffentlichen, dann kann auch ein Patient erkennen,
welche Klinik in der Behandlung einer bestimmten Kran
kheit die größte Erfahrung hat. Wir gehen schon heute als
Rehabilitationseinrichtung mit gutem Beispiel voran:
Im Jahre 2007 wurden in unserer Klinik 73 Patienten wegen
einem Morbus Sudeck stationär behandelt und in der Ambulanz
stellten sich
mehr als 90 Patienten mit dieser Er
krankung vor. Damit dürften wohl bei uns die meisten
Sudeck-Patienten in Deutschland, wahrscheinlich sogar in ganz
Europa, behandelt worden sein, entsprechend groß ist die
Erfahrung.
Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.eu (einfach anklicken).
Dialysepflichtig? Kein Problem, ganz in unserer Nähe befindet sich für unsere Patienten ein kompetentes Dialyse-Zentrum: www.nephroteam.de
Falls Sie wissen möchten, woher
dieser Text stammt und
wer seit mehr als 22 Jahren ambulant und stationär eine qualifizierte Schmerztherapie und
natürlich für Ärzte auch die volle Weiterbildung zur spezielle n Schmerztherapie anbietet, darüber hinaus
eine Weiterbildungsermächtigung für 1 Jahr Anästhesie besitzt (und das als Reha-Einrichtung !!), auch 18 Monate für das Fachgebiet Physikalische und Rehabilitative Medizin und
natürlich auch für die Zusatzbezeichnung Rehabilitationswesen weiterbildungsberechtigt ist,
dann klicken Sie hier.
Die Klinik im Film - Zu einem 3-min. Fernsehbeitrag über Schmerzbehandlungen gelangen Sie hier (einfach anklicken).
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Aktualisiert >01.03.2008> k usb& www.sudeck.at <strong>Sudeck</strong>